Werkzeuge zur Münzherstellung: Wiederholgenau Schleifen & Polieren
Werkzeuge zur Münzherstellung: Wiederholgenau Schleifen & Polieren

Geprägte Sammlermünzen sind weltweit begehrt. Die fertige Münze entsteht in verschiedenen Arbeitsschritten aus einem Metallstrang. Durch mehrfaches Glühen und Walzen erhält das Metall die passende Stärke und den gewünschten Glanz. Im nächsten Schritt werden die Ronden (Münzrohlinge) gestanzt. Nach der Gewichtsprüfung jeder einzelnen Ronde werden diese abermals geglüht und im Kugelbad gewaschen, dann folgt die Prägung. Damit ist die Münze fertiggestellt.

Herstellungsprozess durch maschinelle Bearbeitung optimieren

Im Herstellungsprozess vom Metall bis zur fertigen Münze kann an zwei qualitätsrelevanten Stellen die wiederholgenaue Oberflächenbearbeitung mit Schleppschleifanlagen von OTEC Präzisionsfinish eingesetzt werden. Konkret geht es um das maschinelle, wiederholgenaue Glätten und Polieren der Oberfläche des Einsenkwerkzeugs sowie des damit wiederum hergestellten Prägestempels nach der Lasergravur.

Faktor Mensch beeinflusst die Qualität

Zur Herstellung der Prägestempel wird die Unterkolben-Einsenkpresse verwendet, die mit Produktionsstempeln - auch Einsenkwerkzeugen genannt - ausgestattet ist. Je gleichmäßiger glatt und poliert die Oberfläche des Einsenkwerkzeugs, umso höher ist seine Qualität. Darin liegt die Motivation die Produktionsstempel zu schleifen und zu polieren. Oftmals geschieht das mit enormem Zeitaufwand durch manuelle Bearbeitung mit Drehscheibe und Diamantpaste. Jedes Werkzeug muss einzeln bearbeitet werden.

Im weiteren Verlauf der Münzherstellung wird in den hergestellten Prägestempel das zu prägende Motiv via Laser eingraviert. Um bei Prägestempeln eine möglichst hohe Standzeit zu erzielen und makellos geprägte Münzen zu produzieren, werden diese gravierten Prägestempel in der Praxis zeitintensiv manuell poliert. Bei beiden aufgezeigten Bearbeitungsaufgaben, also dem Glätten und Polieren von Einsenkwerkzeug und Prägestempel, gibt es einen großen Nachteil: Die manuelle Bearbeitung kann die hohen Anforderungen an Geometrie und Oberfläche nicht wiederholgenau erfüllen, denn die Bearbeitungsqualität liegt im wahrsten Sinn des Wortes in den Händen des Mitarbeiters und kann dementsprechend schwanken.

Einsenkwerkzeuge mit hochglänzender Oberfläche nach der Oberflächenbearbeitung mit OTEC Schleppschleifanlage DF-3 HD: Die Oberflächenrauigkeit wurde von RA 0,3 auf 0,02 reduziert.
zum Originalartikel